Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg - Käthe-Kollwitz-Grundschule


Der zu bearbeitende Gebäudekomplex der Käthe-Kollwitz-Grundschule in der Mellener Str. 38-42, 12307 Berlin, besteht aus einem unterkellerten, dreigeschossigen Schulgebäude mit einem ausgebauten Dachgeschoss und einem nicht ausgebauten Spitzboden sowie einer Sporthalle und einem eingeschossigen Unterrichtsgebäude (Pavillon).

Das Schulgebäude (BGF gesamt 6.479,15 m²) ist ein Winkelbau aus dem Jahr 1912 mit einem Mittelbau sowie Nord- und Südflügel. Die Gebäude weisen brandschutztechnische Defizite auf, welche gemäß vorliegendem Brandschutzkonzept beseitigt werden sollen. Die Sanierung wird bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt. In diesem Zuge soll die elektrische Anlage und das Datennetz auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. Das Pavillongebäude befindet sich nicht auf dem Schulgelände und ist hinsichtlich der zentralen Technik als eigenständig zu betrachten.

Für die Grundsanierung der beiden Turnhallen in der Grundschule ist von einem weitgehenden Rückbau und neuem Innenausbau gemäß aktuellem Standard auszugehen.
Vorläufig wird für diese Maßnahmen von folgenden Terminen ausgegangen:
- Entwurfsplanung und Kostenberechnung (VPU-Reife) bis 30.12.2017,
- Ausführungsplanung mit Kostenberechnung (BPU-Reife) bis 30.03.2018,
- Bauzeit: 2018 – 2020/2021

Für dieses Projekt sucht das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin ein kompetentes Architekturbüro welches die Objektplanung und -überwachung übernimmt.
Grundlage für die Leistungen des Auftragnehmers ist das Leistungsbild „Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1 Gebäude“ entsprechend der HOAI 2013 sowie einzelne besondere Leistungen. Es sind Leistungen in den folgenden Leistungsphasen zu erbringen:

- LPh 1: Grundlagenermittlung
- LPh 2: Vorplanung
- LPh 3: Entwurfsplanung (optional)
- LPh 4: Genehmigungsplanung (optional)
- LPh 5: Ausführungsplanung (optional)
- LPh 6: Vorbereitung der Vergabe (optional)
- LPh 7: Mitwirkung bei der Vergabe (optional)
- LPh 8: Objektüberwachung (optional)
- LPh 9: Objektbetreuung (optional)

Die optionalen Besonderen Leistungen umfassen u.a. die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für den Aus- bzw. Umbau des Dachgeschosses und des Spitzbodens um dort weitere Unterrichtsflächen zu realisieren.


Der Auftraggeber behält sich vor, unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie optional die Leistungen der Objektplanung (LPh 1 bis 9) für diese Teilmaßnahmen in die Gesamtmaßnahme zu integrieren; die anrechenbaren Kosten würden dann entsprechend erhöht werden.


Die Beauftragung erfolgt auf Grundlage der entsprechenden Musterverträge des Landes Berlin (ABau) stufenweise und ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsphasen oder Leistungsteile. Mit Zuschlag erfolgt zunächst eine Beauftragung der Leistungsphasen 1 und 2 für die Hauptmaßnahme. Die weiteren optionalen Leistungsphasen und Leistungsteile werden einzeln oder im Ganzen nach den Regelungen des Vertrages beauftragt. (vgl. auch II.2.11 der Bekanntmachung)

Der Auftraggeber behält sich ein Sonderkündigungsrecht vor. Dieses stellt insbesondere auf den Entfall der Geschäftsgrundlage, z.B. bei Verzögerungen des Projektes sowie auf den Wegfall bzw. Austausch des benannten Personals ab. Die oben benannten Punkte werden im Rahmen der Angebotsaufforderung weiter konkretisiert werden.


Die Vergütung der Grundleistungen erfolgt nach HOAI. Die Maßnahmen für das Schulgebäude sowie die Maßnahmen für den Pavillon werden jeweils in die Honorarzone III eingeordnet. Diese Zuordnung ist durch den Bieter im Rahmen der Angebotserstellung zu überprüfen. Die weiteren Fachplanungsleistungen werden separat beauftragt und sind bei der Leistungserbringung zu koordinieren, zu integrieren und zu berücksichtigen.